Walkabout von Jupp Monz-Hummel im Hintergrund an Land die Spirit of Gaia

Hoher Besuch

Heute steht als erstes die Bilge in der Achterkoje auf unserem Programm. Mit einer Spritze und mehreren Lappen machen wir uns daran, die Bilge zu säubern. Im Nachhinein müssen wir sagen, das Ganze sah schlimmer aus, als es dann war. Gerade mal einen halben Liter Flüssigkeit holen wir aus der Bilge, kaum der Rede wert. Auch diesen Punkt können wir nun von unserer Liste streichen, auch wenn wir die Bilge weiterhin im Auge behalten wollen.

Danach machen wir uns endlich daran, unsere Rettungsinsel zu verstauen. Diese hatten wir bei unserem letzten Aufenthalt nur provisorisch ins Cockpit gelegt, da wir keinen geeigneten Platz haben finden können. Wir überlegen hin und her, wo dieses sperrige Ding wohl am Besten unterzubringen sei. Doch wie wir es auch drehen und wenden, der einzige Platz scheint vor dem Mast zu sein. Also schleppen wir die 50 Kilo schwere Insel dorthin und befestigen sie u.a. mit Spanngurten. Bei der Befestigung der Rettungsinsel zur Seite hin, verkünsteln wir uns dann noch mit verschiedenen Knotenkombinationen. Da diese jedoch alle keine rechte Spannung auf die Konstruktion bringen, geben wir bald auf und zweckentfremden stattdessen zwei Schäkel. Nun sitzt die Geschichte und wir haben wieder ein freies Cockpit.

Während wir am Abend mit Jupp in unserem Salon beim Kartenspielen sitzen, klopft es an der Bordwand und auf englisch ertönt die Frage, ob jemand an Bord sei. Prominenter Besuch wartet am Steg. Hanneke Boon stellt sich vor und erzählt, sie würde von gegenüber seit geraumer Zeit unser Boot bewundern und wollte es sich nun mal aus der Nähe ansehen. Gegenüber steht der Wharram Katamaran „Spirit of Gaia“ an Land und wird dort seit geraumer Zeit restauriert. Dann gesellt sich auch James Wharram hinzu und erklärt unsere THO zu einem mehr als tauglichen und soliden Schiff. Wir fühlen uns geschmeichelt und verbringen den restlichen Abend mit einem regelrechten Hochgefühl.

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